Homo Ludens Mechanicus

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"Homo Ludens: Der spielende Mensch

Mit den beim Spielen erworbenen Erfahrungen und Kenntnissen bildet der Mensch seine Persönlichkeit.
 

„Der Mensch braucht das Spiel als elementare Form der Sinn-Findung.“ Siegbert A. Warwitz, Anita Rudolf: Der Mensch braucht das Spielen.
 

Johan Huizingas Buch „Homo ludens“ prägte in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts den Begriff zur Kennzeichnung des Spiels als Grundkategorie des menschlichen Verhaltens. So schreibt er, dass die grundlegenden kulturellen Systeme wie Religion, Politik, Gesellschaft usw. sich aus spielerischen Verhaltensweisen entwickelt hätten. Im Spiel nehmen Regeln Gestalt an und geben den weiteren festen und fixierenden Rahmen vor.
Die Maschinen nehmen aber auch, durch die Konzentration auf Ursache und Wirkung, den Gedanken des Homo faber auf, der auf zweckgerichtetes und auf systematischen Spielfolgen aufgebautes Lernen für den Gewinn an Erfahrung und Wissen nutzt.

Mit Homo Ludens Mechnicus nimmt Charly-Ann Cobdak auch Herbert Marcuse Gedanken – zu einer erstrebenswerten Rückbesinnung auf das Ästhetische und Spielerische – auf. Mit den reduzierten geometrisch Elementen zeigt die neueste Maschine Cobdaks klare, stringente ästhetische Formen. Das Spielerische geht dadurch jedoch nicht verloren sondern wird noch unterstützt.

Die Welt in einer Art faradayscher Käfig, der Tänzer im (Bilder-) Rahmen, die Walze eines alten Kopierapparats, größere und kleiner Räder, eine Spieluhr – das alles mit Riemen und einer Handbohrmaschine verbunden, werden spielerisch durch eine Kurbel in Bewegung gesetzt.
 

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“
(Friedrich Schiller)

Die Maschinen finden ihre Bestimmung im zweckfreiem Spiel, fern der zweckgerichteten, systematischen und auf Effizienz ausge-richteten, stringenten Maschinen in der Produktion und Fertigung der Industrie."

Gerhard Grabsdorf

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